02.09.2005

Versatel: "Telekom-Forderung nach Investitionssicherheit für Hochgeschwindigkeitsnetz ist Angriff auf freie Marktwirtschaft"

Die Wirtschaft und die Endverbraucher sind die Leidtragenden

Berlin, 02. September 2005 - Die Deutsche Telekom hat gestern angekündigt, bis 2007 ein neues Hochgeschwindigkeitsnetz aufzubauen: Bis 2007 sollen die 50 größten Städte mit Breitbandanschlüssen von bis zu 50 Mbit/s ausgestattet werden. Telekom-Vorstandsvorsitzender Kai-Uwe Ricke appellierte in diesem Zusammenhang an die Politik und den Regulierer, für Investitionssicherheit zu sorgen und vom Marktführer nicht zu verlangen, das neue Netz Wettbewerbern zu regulierten Preisen zur Verfügung zu stellen. Der alternative Telekommunikationsanbieter Versatel sieht in dieser Forderung einen Angriff auf die Deregulierung des Marktes und die freie Marktwirtschaft. Andreas Heinze, Vorsitzender der Geschäftsführung der Versatel Deutschland Holding GmbH, kommentiert: "Herr Ricke verlangt von Politik und Regulierung eine Sonderbehandlung und damit einen abgesicherten Wettbewerbsvorteil, weil man offenbar die eigene Bürokratie nicht den harten Spielregeln der Marktwirtschaft aussetzen kann und will. Seine Aussagen sind ein Beleg dafür, dass die Deutsche Telekom auch zukünftig bestrebt ist, die eigene Marktmacht abzusichern und das Quasi-Monopol aufrechtzuerhalten. Dieser unglaublichen Forderung darf auf keinen Fall nachgekommen werden. Wenn wir den Wirtschaftsstandort Deutschland in punkto Hochgeschwindigkeitsinternet voranbringen wollen, dürfen wir es nicht zulassen, dass die bekanntermaßen schwerfällige und offenkundig risikoscheue Telekom-Bürokratie die Taktzahl vorgibt. Sollte die Telekom damit durchkommen, wird es nur Verlierer geben: Die Endverbraucher, die aufgrund des fehlenden Wettbewerbs hohe Preise zahlen müssen, und die Wirtschaft, weil Deutschland im internationalen Vergleich weiter hinterherhinken wird. Dass die Telekom sich als möglicher Innovationsführer selbst ins Abseits stellt, beweist die Ankündigung einer Flatrate für die Festnetztelefonie zu einem Preis von 24 Euro, während andere Anbieter, darunter auch Versatel, diese Leistung für weniger als die Hälfte anbieten."

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