20.11.2007

Versatel setzt Kundenzuwachs im dritten Quartal 2007 fort

- Versatel steigert Kundenzuwachs - Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - Effizienzsteigerungsprogramm angelaufen - Aufnahme in den TecDAX

Düsseldorf, 20. November 2007 – Die Versatel AG, einer der größten infrastrukturbasierten Telekommunikationsanbieter in Deutschland, konnte im dritten Quartal 2007 knapp 50.000 DSL-Privatkundenverträge hinzugewinnen, das sind mehr Neukunden als in den Quartalen zuvor. Somit ist das dritte Quartal hinsichtlich des Neukundenzuwachses das stärkste Quartal. Der Umsatz belief sich im dritten Quartal auf 176,4 Millionen Euro und stieg im Vergleich zum Vorquartal um knapp acht Prozent. Das bereinigte EBITDA des dritten Quartals belief sich auf 46,5 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Vorquartal um gut 20 Prozent gestiegen. Der Gesamtumsatz der ersten neun Monate des Jahres 2007 belief sich somit auf 514,1 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA lag bei 139,2 Millionen Euro.

Einer der wesentlichen Umsatztreiber war das DSL-Geschäft. Im stark umkämpften Wettbewerbsumfeld konnte die Versatel AG im dritten Quartal die Anzahl ihrer DSL-Kundenverträge erneut steigern. Im dritten Quartal 2007, das am 30. September endete, gelang es Versatel, die Anzahl der DSL-Kundenverträge von 547.700 zum Ende des zweiten Quartals um 48.900 auf 596.600 zu erhöhen. So konnten im dritten Quartal 2007 4.100 mehr neue DSL-Kunden angeschlossen werden als im vorausgegangenen Quartal, da waren es 44.800. Seit Beginn des Geschäftsjahres hat Versatel rund 134.000 neue DSL-Privatkunden an das eigene Netz angeschlossen.

Versatel erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2007 einen Umsatz von 514,1 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 24,3 Prozent oder 100,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 413,7 Millionen Euro erzielt wurden. Im dritten Quartal 2007 konnte Versatel einen Umsatz von 176,4 Millionen Euro erzielen, was verglichen mit dem dritten Quartal 2006 einer Steigerung von 8,3 Millionen oder knapp fünf Prozent entspricht. Dieses Quartal bildet zum ersten Mal die Vergleichbarkeit zur heutigen Struktur des Konzerns ab. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Umsatz um knapp acht Prozent.

Das bereinigte EBITDA lag in den ersten drei Quartalen 2007 bei 139,2 Millionen Euro, dies entspricht einer Steigerung von 9,3 Prozent oder 11,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2007 lag das bereinigte EBITDA mit 46,5 Millionen Euro um 5,6 Millionen unter dem Vorjahresvergleichswert. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das EBITDA um gut 20 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge sank in den ersten neun Monaten 2007 um 3,7 Prozentpunkte auf 27,1 Prozent. Dies ist auf den verschärften Wettbewerb und den damit einhergehenden Preisverfall zurückzuführen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 konnte die bereinigte EBITDA-Marge jedoch um 2,6 Prozentpunkte gesteigert werden.

Peer Knauer, Vorstandsvorsitzender der Versatel AG: „Das Ergebnis bestätigt unsere Strategie: Die Steigerung der gewonnenen Neukundenverträge ist zurückzuführen auf die attraktiven Produktangebote sowie den erfolgten Netzausbau und den damit einhergehenden Shoperöffnungen. Das angelaufene Effizienzsteigerungsprogramm stellt zudem die Weichen für mehr Wachstum.“

Effizienz durch Prozessoptimierung und Kosteneinsparungen
Im Rahmen des am 27. September angekündigten Effizienzsteigerungsprogramms wurden erste Maßnahmen getroffen, das Unternehmen in Bezug auf das verschärfte Wettbewerbsumfeld neu auszurichten. Ziel ist es, durch Kostensenkungen und durch optimierte Prozesse und Strukturen eine Ergebnisverbesserung zu erreichen. Ab 2009 wird die volle Wirksamkeit des Programms erreicht sein. Versatel erwartet dadurch Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe. Dennoch wird Versatel auch künftig in den Ausbau investieren.

Unterschiedliche Entwicklung in den Geschäftsbereichen - Wachstumstrend im Breitbandmarkt weiter intakt
Nach wie vor ist das Privatkundensegment größter Umsatztreiber mit einem Anteil von knapp 50 Prozent am Gesamtumsatz. Diese positive Entwicklung ist auf den in den ersten drei Quartalen des Jahres erfolgten Netzausbau sowie die attraktiven Produktangebote zurückzuführen.

Versatel hat im dritten Quartal 2007 sein Vertriebsnetz und damit seine Präsenz in Bestands- wie auch neu erschlossenen Gebieten durch die Eröffnung weiterer Shops ausgebaut. Die Zahl der Shops zum 30. September 2007 lag bei 144. Insgesamt wurde die Zahl der Shops in diesem Jahr um 54 erhöht. Die Shops sind mit gut einem Drittel aller Neukundenaufträge auch in diesem Quartal erneut der stärkste Vertriebskanal. Insgesamt hat Versatel im letzten Quartal 72 Hauptverteiler angeschlossen und somit in den ersten neun Monaten dieses Jahres 205 Hauptverteiler neu an das eigene Netz angebunden. Die Reichweite des Versatel-Netzes konnte seit dem Jahresende 2006 um 1,8 auf 9,7 Millionen Haushalte erhöht werden. Versatel bietet seine Dienstleistungen nun in über 230 Städten (215 Vorwahlbereiche) an.

In Folge der Nutzung der Versatel-Infrastruktur durch Reseller und andere Netzbetreiber konnte rund 25 Prozent des Gesamtumsatzes durch den Wholesale-Bereich generiert werden. In diesem Bereich profitiert Versatel vom Gesamtwachstum des Telekommunikationsmarktes. Zudem konnte Versatel durch den weiteren Ausbau der eigenen Netzinfrastruktur neue Kunden gewinnen. In Folge der optimalen Ausnutzung des eigenen Netzes, unter anderem durch die Vermarktung der Infrastruktur an Reseller und andere Netzbetreiber, konnte das Ergebnis weiter gesteigert werden. Versatel hat den Umsatz nicht nur im Voice-Geschäft, sondern auch im hochmargigen Data-Geschäft deutlich erhöht.

Nachdem das erste Halbjahr 2007 auch im Geschäftskundenbereich durch einen verschärften Wettbewerb, Preisverfall und damit einhergehendem Umsatzeinbruch geprägt war, ist es Versatel im dritten Quartal 2007 in einem gleich bleibenden Marktumfeld gelungen, einen weiteren Umsatzrückgang zu verhindern. Die erfolgreiche Neukundengewinnung konnte den Umsatzverfall im Bestandskundengeschäft kompensieren, so dass sich die Umsätze insgesamt stabilisiert haben.

 
Versatel-Produkte ab November bei E-Plus
Am 1. November 2007 hat der Vertriebspartner E-Plus begonnen, die DSL-Pakete von Versatel in über 150 Shops, die im Versatel-Verbreitungsgebiet liegen, zu vermarkten. Versatel hat somit einen weiteren Vertriebskanal hinzu gewonnen. Bereits seit August bietet Versatel in Kooperation mit E-Plus eine um ein Mobilfunkangebot erweiterte Produktpalette.

Ausblick
Die ersten drei Quartale waren von zunehmendem Wettbewerb im Privat- und Geschäftskundenbereich gekennzeichnet. Preissenkungen der Deutschen Telekom AG und weiterer wesentlicher Wettbewerber in den Monaten Juni und Juli und die letzte Preissenkung im November haben diese Situation weiter verschärft. Auf Grund der hohen Dynamik im Breitbandmarkt ist aus heutiger Sicht damit zu rechnen, dass bis zum Jahresende weitere Preissenkungen im Markt folgen werden. Auch Versatel hat, um weiterhin kompetitiv am Markt zu agieren, zum 1. Juli 2007 die DSL-Preise in ausgewählten Tarifen im Privat- und Geschäftskundensegment gesenkt.

Im Wholesale-Segment wird das Unternehmen die Stärke des eigenen Netzes weiterhin nutzen und wachsen. Wesentliche Wachstumstreiber werden hier die starke Nachfrage nach Voice-Produkten und der Trend zu höheren Bandbreiten sein.

Versatel hält grundsätzlich an dem am 28. August 2007 veröffentlichten Gesamtjahresziel fest, erhöht aber die untere Spanne der Prognose von 680 auf 690 Millionen Euro. Es wird folglich ein Gesamtjahresumsatz zwischen 690 Millionen und 700 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA in Höhe von circa 190 Millionen Euro angestrebt.

Aufnahme in den TecDax
Am 24. September 2007 hat die Deutsche Börse die Versatel AG in den TecDAX aufgenommen. Der Index repräsentiert 30 der größten Technologiewerte in Bezug auf Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz.