09.09.2013 von Oliver Wasserkordt

Versatel setzt auch bei der Datensicherheit auf das Prinzip ‚Based in Germany'

Mit seinen Enthüllungen hat der Whistleblower Edward Snowden eine weltweite Debatte über Datenschutz und allgemeine Bürgerrechte ausgelöst, die inzwischen auch zu einem zentralen Thema im laufenden Bundestags-Wahlkampf geworden ist. Jenseits der aktuellen politischen Bewertungen steht fest, dass sich die Akteure im deutschen Telekommunikationssektor noch sehr lange mit diesem Fall beschäftigen werden.

Aus Sicht der Geschäftskunden spielt neben den allgemein diskutierten Fragestellungen die Furcht bzw. der wirksame Schutz vor Wirtschaftsspionage oder Datensabotage eine besonders große Rolle. Schließlich beläuft sich der jährliche Schaden, der allein durch illegales Ausspähen von deutschen Unternehmen verursacht wird, laut Schätzungen der Bundesregierung auf rund 50 Milliarden Euro - eine mögliche Beteiligung der Schlapphüte aus Fort Meade nicht eingerechnet.

Nach wie vor wird das Gros dieser Angriffe online durchgeführt. Daher werden unabhängig vom Ausgang der Causa Snowden Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit für viele Unternehmen bei der Auswahl eines neuen ITK-Partners eine noch größere Bedeutung erhalten (müssen). Die Frage ist nur: Auf welche Faktoren sollten die Nutzer bei ihrem künftigen Anbieter besonderen Wert legen?

Beim Thema Datensicherheit setzt Versatel konsequent auf das Prinzip 'Made in Germany'. Sämtliche Server und technische Systeme des Unternehmens sind in Deutschland stationiert. Für die Kunden des Festnetzbetreibers hat diese Politik zahlreiche Vorteile, die bereits bei der Etablierung von anderen sicherheitskritischen Anwendungen wie etwa dem Cloud Computing zum Tragen gekommen sind.

Viele Anbieter von Cloud-Diensten haben ihren Hauptsitz in den USA. Die meisten dieser Anbieter operieren von dort und sind den amerikanischen Gesetzen unterworfen - etwa dem Patriot Act, der den Regierungsbehörden einen umfassenden Zugriff auf die Daten der Nutzer ermöglicht. Kunden von deutschen Anbietern profitieren im Gegensatz zu US-Providern von den strengen gesetzlichen Auflagen im Hinblick auf den Datenschutz sowie von den etablierten ISO-Zertifizierungssystemen oder dem 'SaaS'-Gütesiegel.

Versatel-Kunden können sich auf ein ähnlich hohes Sicherheitslevel verlassen. Die Konzentration der Infrastruktur und technischen Systeme auf Deutschland bzw. die deutschen Versatel-Standorte bedeutet, dass das Unternehmen ausschließlich die verhältnismäßig strikten Gesetze innerhalb des EU-Rahmens befolgen muss. Darüber hinaus hat der Vernetzungsspezialist eine umfangreiche Referenzliste mit erfolgreich realisierten sicherheitskritischen Großprojekten vorzuweisen - unter anderem für zahlreiche Bundes- und Landesbehörden sowie für Unternehmen, die im IT-Security-Umfeld tätig sind.

Das 'Based in Germany'-Prinzip trägt - in Kombination mit geschulten Mitarbeitern, einem aktuellen betrieblichen ITK-Sicherheitskonzept und dem Grundsatz, besonders sensible Daten gegebenenfalls nicht online verfügbar zu machen - dazu bei, Betriebsgeheimnisse und andere vertrauliche Informationen vor neugierigen Blicken zu schützen - egal, ob von Freund oder Feind.

Kommentare

10.09.2013, 21:57 von Ingwersen
Kann sich versatel nicht auch an der Intiative von T-online, gmx und web.de beteiligen und die Kennzeichnung "email made in germany" nutzen?
23.09.2013, 00:48 von Ex-Kunde
Gute Frage Ingwersen! Seit November 2012 hält die United Internet AG (Konzernmutter von GMX und Web.de) ja ohnehin wieder 25,1% der Anteile an der Obergesellschaft (VictorianFibre Holding) der Versatel GmbH. Schon etwas seltsam, dass Versatel selbst dieser Initative bislang nicht öffentlichkeitswirksam beigetreten ist. Dabei ist das doch ein werbeträchtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber direkten Konkurrenten wie Vodafone, Unitymedia Kabel BW oder Telefonica. Auch und gerade Geschäftskunden geht dieses Thema ja nicht sonstwo vorbei...
23.09.2013, 16:17 von Ex-Kunde
Lustig. Just heute wurde bekannt, dass sich Freenet der Allianz von DTAG & 1&1 angeschlossen hat. Jetzt aber hürti, hürti liebe Versatel GmbH! Ihr könnt in diesem Blog nämlich so viel nettes Zeug schreiben über eure Sicherheitsstandards wie ihr wollt, öffentlichkeits- und werbewirksam ist das nicht. ;-) Seit dem damals groß angekündigten Rückzug aus dem Privatkundengeschäft ist es ohnehin sehr still um euch geworden...
24.09.2013, 11:39 von norbert.fritsche

Für Versatel ist es unabhängig von Initiativen selbstverständlich, unseren Kunden schon seit langem einen hohen Sicherheitsstandard bei der Nutzung des Versatel-E-Mail-Dienstes zu bieten. So erfolgt z.B. die Datenspeicherung ausschließlich in inländischen Rechenzentren, die den hohen deutschen Datenschutzanforderungen unterliegen.

24.09.2013, 22:44 von Gerhard Hallstein
Gelten die Sicherheitsstandards bei der Nutzung des Versatel-Email-Dienstes uneingeschränkt auch für die Versatel-Privatkunden? Sie erwähnen Cloud-Dienste? Bietet Versatel denn auch eine Cloud?

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