26.09.2013 von Jana Wessel

Mobile Netze am Limit?!

Darf es ein bisschen mehr sein? Das Oktoberfest ist traditionell ein Event der Superlative. Das gilt auch für die Mobilfunknetze, die einer enormen Belastung standhalten müssen.
Auch in diesem Jahr heißt es in München derzeit wieder „O'zapft is!". Alljährlich strömen rund sechs Millionen Besucher auf das größte Volksfest der Welt, das schon seit 1810 auf der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt stattfindet. Auf der 36 Hektar großen Wiesn tummeln sich rund 13.000 Servicekräfte, um die Besucher mit allem zu versorgen, wofür das Oktoberfest bekannt ist. Vor allem das extra für diesen Anlass gebraute Bier ist weltberühmt: Allein im vergangenen Jahr wurden 7,4 Millionen Maß davon getrunken. Auch die Anzahl der ausgegebenen Speisen geht in die Millionen. Doch nicht nur die zahlreichen Festzelte sondern auch die Schaustellungen sorgen dafür, dass das Oktoberfest für viele der Besucher aus dem In- und Ausland zum unvergesslichen Erlebnis wird. Für die meisten von ihnen ist ihr Smartphone auch auf dem Oktoberfest ein unverzichtbarer Begleiter. Ob bei der Suche nach Freunden und Bekannten im Festzeltrummel, zum Fotografieren und Versenden eindrucksvoller Wiesn-Fotos oder zum Live-Austausch der aktuellsten Nachrichten via Facebook und Twitter: das Mobiltelefon ist auf dem Münchener Volksfest bei vielen Besuchern nahezu ständig im Einsatz.
 
Genau dieses Verhalten beschert den Mobilfunkbetreibern Jahr für Jahr Erlebnisse der besonderen Art, die sie sonst nur zum Jahreswechsel kennen. Der Unterschied ist lediglich, dass sich hier die Ereignisse auf einen wenige Hektar großen Platz zentrieren und die Theresienwiese gleichsam zum Probefeld für die Infrastruktur wird. Millionen von Nachrichten, Bildern und Telefonaten sorgen schnell dafür, dass die Netze an ihre Grenzen gelangen. Die Mobilfunkanbieter haben zwar entsprechend aufgerüstet und die Anzahl ihrer Sendemasten in diesem Jahr noch einmal erhöht. Dennoch kann auch dadurch nicht sicher gewährleistet werden, dass jeder Besucher zu jeder Zeit auch die gewünschte Mobilfunk-Verbindung erhält. So zeigt sich vor allem eines: In Bezug auf die mobile Infrastruktur für Gespräche und Daten bleibt auch nach dem Abbau des Oktoberfestes 2013 noch einiges zu tun, um auch bei hoher Belastung der Netze gute Qualität bieten zu können. Denn auch abseits von Volksfesten und Massenevents steigt die mobile Datennutzung unaufhaltsam an. 
 
(( Bildquelle: Rosemarie Doll / pixelio.de ))

   


 

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