28.11.2017 von Anna Lottner

BREKO-Jahrestagung 2017: Notwendige Schritte auf dem Weg zum digitalen Weltmeister

Dr. Jürgen Hernichel (Mitte) im Austausch mit Thomas Jarzombek
© Foto: BREKO / Henning Hattendorf

Richtungsweisende Entwicklungen und Strategien für den Glasfaserausbau in Deutschland gestalten: So lautete das Ziel der diesjährigen Jahrestagung des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO), die vergangenen Donnerstag in Berlin stattfand. Mit dabei war auch Dr. Jürgen Hernichel, Vizepräsident des BREKO und Vorsitzender der Geschäftsführung von 1&1 Versatel. Gemeinsam mit fünf Vertretern aus der Politik diskutierte er am 23. November 2017 zum Thema „Schritte zum digitalen Weltmeister“.

Gemeinsam eine zukunftsweisende, schnelle und vor allem sichere Internetinfrastruktur in ganz Deutschland zu schaffen, ist ‒ nicht nur für die Breitband-Branche ‒ von immenser Bedeutung. Dass der Weg dahin aber noch weit ist, zeigt der Breitbandatlas 2016 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: Denn die Glasfaser-Netzabdeckung liegt in Deutschland mit 7,1 Prozent weit unter dem EU-Schnitt.

Während einer Podiumsdiskussion mit den Netzpolitikern Nicola Beer (FDP), Anke Domscheit-Berg (Die Linke), Thomas Jarzombek (CDU), Tabea Rößner (Die Grünen) und Dr. Jens Zimmermann (SPD) erläuterte Dr. Jürgen Hernichel im Rahmen der BREKO-Jahrestagung die notwendigen Schritte und Rahmenbedingungen, damit Deutschland zum „digitalen Weltmeister“ wird. „Nur eine leistungsfähige Glasfaseranschluss-Infrastruktur, die neben sehr hoher Geschwindigkeit auch Qualitätsmerkmale wie symmetrische Bandbreiten, sichere Datenübertragung sowie höchste Verfügbarkeit und Energieeffizienz erfüllt, wird für Menschen und Unternehmen in Deutschland den Weg in die Gigabit-Gesellschaft ebnen.“ Dafür forderte er die Formulierung klarer Zielvorstellungen: „Wenn wir uns auf kein Ziel verständigen, werden wir es auch nicht erreichen.“ Zudem unterstrich er, dass die Förderung nicht untergraben dürfe, was an eigenwirtschaftlichem Ausbau stattfinde. „Es kann nicht sein, dass Fördergelder in alte Technologien gesteckt werden.“

Neuen Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.