Vom Carrierverbund zur treibenden Kraft auf dem
deutschen TK-Markt

Der deutsche Telekommunikationsmarkt befindet sich in einem stetigen Wandel - sowohl in technologischer als auch in ökonomischer Hinsicht. Insbesondere der Ausbau von Breitbandnetzen auf Basis von Glasfaser steht im Fokus. Seit der Liberalisierung des TK-Sektors hat Versatel immer wieder entscheidende Impulse gesetzt: Als Konsolidierer, Broadband Enabler, Vernetzungsspezialist und als Anbieter von glasfaserbasierten Lösungen. Nachfolgend haben wir im Zeitraffer die wichtigsten Etappen und Meilensteine des Versatel-Konzerns in Deutschland zusammengestellt:

Seit Oktober 2014: Versatel und United Internet nehmen Kurs auf die Zukunft

Im Oktober 2014 übernahm United Internet auch die restlichen Versatel-Anteile von dem vorherigen Eigentümer KKR. Mit der Verbindung von 1&1 Telecom, Tochter der United Internet fokussiert auf das Privatkundengeschäft, und Versatel, Geschäftskunden- und Wholesale-Spezialist mit starker Telekommunikationsinfrastruktur, entsteht eine neue Telekommunikationsgröße, die auch den großen Spielern im deutschen Markt Konkurrenz machen kann. Für Versatel und die 1&1 Telecom ist diese Verbindung sowie die daraus resultierende enge Kooperation eine ideale Konstellation. Die Marke Versatel und der strategische Fokus auf das B2B-Segment bleiben erhalten. Für den Netzausbau, insbesondere für die Erweiterung der Infrastruktur, stellt United Internet 145 Millionen Euro bis 2019 zur Verfügung. Und weil sich die Produkte von United Internet perfekt ergänzen, können beide Anbieter von Cross Marketing- bzw. Cross Selling-Effekten profitieren.

2012-2014: Versatel konzentriert sich auf das B2B-Geschäft und festigt seine Position im Norden

2012 akquirierte die amerikanische Private Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR) die deutsche Versatel-Gruppe. Damit einher ging ein deutlicher strategischer Positionswechsel. Fortan konzentrierte sich das Unternehmen noch stärker auf die Umsetzung von Projekten im Geschäftskunden- und Wholesale-Sektor. Dieser Zeitabschnitt wurde auch durch zwei bedeutende Akquisitionen geprägt. Im September 2012 erwarb Versatel 100 Prozent der Anteile am Citycarrier KielNET und schloss damit eine größere Versorgungslücke in Schleswig-Holstein. Durch diesen Kauf ist der Breitbandspezialist die einzige bedeutende Festnetzalternative im nördlichsten Bundesland Deutschlands. Ein Jahr später übernahm Versatel das Hamburger Citynetz sowie ein Rechenzentrum vom Mitbewerber Telefonica. Seitdem ist das Unternehmen auch in der zweitgrößten Stadt Deutschlands mit eigener Glasfaser und einem vor-Ort-Team präsent.

2007-2012: Versatel geht unter die Bullen und Bären

Im April 2007 wagte Versatel den Sprung auf das Frankfurter Börsenparkett. Im Vorfeld des Börsengangs wurde das Unternehmen intern umstrukturiert und in eine AG umgewandelt. Bis 2012 war die Versatel-Aktie am börsennotiert. Zwei Jahre später erwarb der Festnetzbetreiber den Freiburger Citycarrier BreisNet. Mit der Akquisition und Integration des südbadischen TK-Anbieters vergrößerte Versatel seinen 'Infrastruktur-Footprint' in Baden-Württemberg und schaffte die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in der Region Süd. In 2008 übernahm Versatel im Rahmen seiner damaligen 'Fiber to the Home'-Strategie zwei regional operierende Kabelnetzbetreiber. Zwei Jahre später wurden beide Unternehmen an eine französische Beteiligungsgesellschaft veräußert.

2005-2007: Ein neuer Konzern entsteht

Aus Zwei mach Eins: Die Private Equity-Gesellschaft APAX, die mehrheitlich an der Versatel-Vorgängergesellschaft TROPOLYS beteiligt war, erwarb von der damaligen Versatel-Muttergesellschaft sämtliche Anteile der deutschen Töchter - mit dem erklärten Ziel, beide Unternehmen zu einer schlagkräftigen Einheit umzuformen. Bei der Zusammenführung trugen u.a. zwei Faktoren zum erfolgreichen Abschluss bei: Das unterschiedliche Geschäftsmodell der Unternehmen und die nahezu überlappungsfreien Verbreitungsgebiete. Die Integration von insgesamt Einzelgesellschaften (TROPOLYS: 14, Versatel: 4) sowie die Entwicklung eines einheitlichen Marken und Marktauftritts erwies sich als immense unternehmerische Herausforderung.

1999-2004: Erste Schritte

Der deutsche Versatel-Konzern ist Ende des vorigen Jahrtausends aus den beiden regionalen TK-Anbietern VEW Telnet (Dortmund) und KomTel (Flensburg) hervorgegangen. Geführt von der in Amsterdam ansässigen Konzernmutter positionierte sich das Unternehmen als offensiv agierender Marktkonsolidierer und erwarb 2003 die renommierten Carrier CompleTel Germany (München) und tesion (Stuttgart). Ein Jahr später, im Oktober 2014, erfolgte die Akquisition des Hauptstadtcarriers BerliKomm. Der Kern der TROPOLYS-Gruppe bestand ursprünglich aus den Citycarriern TeleBeL (Wuppertal), CNE (Essen) und citykom (Münster). Der von der finnischen Telekommunikationsgesellschaft Elisa geführte Unternehmensverbund integrierte bis zur Fusion mit der deutschen Versatel-Gruppe elf weitere Netzbetreiber. Die TROPOLYS-Gesellschaften boten ihre Produkte in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie in den Städten Potsdam, Mainz und Saarbrücken an.
Historie

Weitere Informationen über Versatel

Weiteres Bildmaterial
In unserer Mediathek