Tipps und Tricks zum Thema Sicherheit mit Vista

Jeder gehört nur sich selbst: Diebstahl persönlicher Daten ist nicht neu, aber im Internet-Zeitalter leider immer beliebter. Mit etwas Hintergrundwissen haben Sie es jedoch selbst in der Hand, sensible Informationen vor Fremden zu schützen. Von Thomas Schreiner:

"... Beim Frühstückskaffee kämpft sich Richard Knobloch durch den üblichen Mischmasch aus Junk-Mails und Bestellbestätigungen. Dabei öffnet er auch eine neue Nachricht eines Mobilfunkanbieters, in der ihm 128 Euro für Verbindungen von einem neuen Handy in Rechnung gestellt werden – einem Handy, das er niemals bestellt hat. Ein anderer Fall: Philipp Küster findet in seinem Posteingang die E-Mail einer Dating-Webseite, die er nie besucht hat. Bei der Überprüfung seiner Kreditkartenabrechnung fällt ihm sogar auf, dass ihm dafür auch noch 300 Euro abgebucht worden sind.

Dies sind nur zwei Fälle von vielen, in denen Internetnutzer Opfer des derzeit weltweit am stärksten wachsenden kriminellen Betätigungsfeldes geworden sind: Identitätsdiebstahl. Richard Knobloch und Philipp Küster gehören zu den Hunderttausenden, deren Identität für Kreditkartenbetrug, fingierte Geschäfte und andere Gaunereien missbraucht wird. Millionen Betroffene – und damit die weltweit meisten – leben in den Vereinigten Staaten. Meist bleibt es den Betrogenen zunächst verborgen, dass sie überhaupt zu den Geschädigten gehören. Oft vergehen Wochen und Monate, bis ihnen Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge die Augen öffnen.

Erschreckend an der ganzen Sache ist, dass den Kriminellen schon wenige Informationen für ihre Machenschaften ausreichen. Um sich gewissermaßen Zugang zur Identität einer fremden Person zu verschaffen, genügen oft nur drei Angaben: Name, Geburtsdatum und der Mädchenname der Mutter. Im Internet gibt es dann genügend Webseiten, über die ein Gauner dann an die Adressen seiner Opfer gelangt. Darüber hinaus existieren frei zugängliche Suchmaschinen zu allen möglichen Daten, die auch über Geburten, Todesfälle und Eheschließungen Auskunft geben. ..."


Ein Leben stehlen...

Die ersten notwendigen Informationen herauszufinden, stellt Kriminelle vor keine großen Aufgaben. Die vielversprechendste Datenquelle sind große Firmen wie Versicherungen, Kreditinstitute oder Telefongesellschaften, die über immense Datenbanken verfügen. Leider kommt die Veruntreuung sensibler Informationen häufiger vor, als man glauben mag. Wenn Angestellte bestochen oder Mittelsmänner eingeschleust werden, ist der Weg zum ungestörten Datenfluss in kriminelle Hände nicht mehr weit.

Daneben gibt es noch weitaus simplere Mittel und Wege. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, dann werfen Sie doch mal einen Blick in den Hinterhof. In den dort stehenden Mülltonnen liegen garantiert so einige unachtsam weggeworfene Rechnungen und Dokumente mit persönlichen Daten. Sie müssen nur noch herausgefischt werden. Und selbst ordinärer Diebstahl bringt die Betrüger oft schnell ans Ziel respektive die gewünschten Daten. Denn entwendete Brieftaschen oder Laptops bieten ein wahres Füllhorn intimer Informationen, die vielseitig verwendet werden. Gerade das Internet ist ein Spielplatz, auf dem sich Identitätsdiebe heutzutage munter austoben können. Ist man erst einmal im Besitz von Informationen, dann lassen sich diese im Internet wieder und wieder ausschlachten. Zumal bei der Anonymität im Netz auch die Kriminellen im Verborgenen bleiben und von den Opfern oft unbemerkt ihr Unwesen treiben.

Ein prominentes Beispiel dafür ist das so genannte Phishing. Dabei werden Internetnutzer dazu verführt, auf fingierten Webseiten persönliche Daten zu hinterlassen, mit Spam-Mails werden massenhaft arglose Opfer angelockt. Und die Absender gehen mehr oder weniger gerissen vor. Manche Seiten ähneln den Originalen bekannter Firmen fast bis aufs Pixel. Andere wiederum verraten sich schon im Vorhinein, da sie nur so vor Rechtschreibfehlern strotzen. Oft ist auch so genannte Malware (schädliche Software) im Spiel, die gefährliche Trojaner und andere Programme zum Ausspionieren von Daten einschleust.

Obwohl Identitätsdiebstahl für die Opfer äußerst unangenehm ist, ist der finanzielle Schaden oft noch das geringste Problem. In den meisten Fällen kommen Banken und Kreditkartenanbieter für Verluste auf. Richtig ärgerlich sind die weiteren Folgen. Denn wenn Ihre Daten einmal in die falschen Hände gelangt sind, wissen Sie nie, ob sie nicht wieder einmal missbraucht werden.

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