Spyware - Schützen Sie sich vor Spionage-Tools

Mal ehrlich: Wie oft haben Sie die Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen (EULAs) gelesen, die auftauchen, wenn Sie neue Software installieren, ein Programm aus dem Internet herunterladen, sich für ein Online-Spiel anmelden oder einfach nur auf Online-Inhalte zugreifen wollen?
Wenn die Umfragen stimmen, so gut wie nie. Sie klicken einfach auf „Zustimmen“ und machen mit dem weiter, was Sie tun wollen.

Die schlechte Nachricht: Auf diese Weise können Sie sich mit der schlimmsten Art von Spam einverstanden erklären, die man sich vorstellen kann. Es handelt sich nicht bloß um die Art, die einem gründlich auf die Nerven geht und die Fingerkuppen durch das ständige Klicken auf „Löschen“ wund werden lässt. Hier geht es um unerwünschte Software, die als Spyware oder Adware bekannt ist.

Bestenfalls – und das ist ein relativer Begriff – überflutet diese Kategorie von Software Ihren PC mit Popup-Anzeigen. Verhängnisvoller ist es, wenn sie sich auf Ihrer Festplatte einnistet und Daten über Ihre Surf- und Shopping-Gewohnheiten sammelt, die sie dann über Ihre Internetverbindung an ein Marketing- oder Marktforschungsunternehmen sendet, das die Daten an jeden Händler verkauft, der bereit ist, dafür zu zahlen. Der Händler nutzt die Daten, wie es ihm gefällt. Dazu gehört auch, dass er Sie mit noch mehr Werbung bombardiert.

Aber es kommt noch schlimmer. Eine neue Art von Adware, als „Browser Helper Object“ bekannt, hängt sich einfach wie ein Standard-Plugin an den Browser. Einige dieser Programme verändern dann Ihre Startseite oder die Favoritenliste, während andere den Browser automatisch auf Websites umleiten, die Sie vielleicht gar nicht besuchen wollen, z.B. solche mit sexistischen Inhalten. Wieder andere betten sich in die am häufigsten verwendeten Software-Anwendungen ein, legen Ihren Arbeitsspeicher oder die Festplatte lahm und lassen sogar den gesamten PC abstürzen.


Leider ist das nicht illegal, denn Sie haben ja „Zustimmen“ angeklickt. Natürlich fragt die Software manchmal auch gar nicht nach Ihrer Zustimmung. Sie wird stattdessen automatisch installiert, wenn Sie eine Spam-Mail öffnen oder bestimmte Websites besuchen. Diese Technik ist als „Drive-by-Download“ (unbewusstes Herunterladen) bekannt, und auch wenn sie rechtlich fragwürdig ist, nimmt sie zu. Eine weitere Methode, die sich bei Hackern zunehmender Beliebtheit erfreut, ist das „Mousetrapping“, bei dem sich ein Popup-Fenster nach dem anderen auf Ihrem PC öffnet, und zwar schneller, als Sie sie schließen können. Diese Seiten tauchen normalerweise dann auf, wenn Sie die Webseite, die Sie ursprünglich besucht haben, verlassen.

Die Technologie dieser Angriffe auf Ihren PC ist nicht neu, aber sie profitiert von der plötzlichen Popularität der Seiten zum Datei-Austausch. Viele dieser Services werden durch Werbung finanziert, und die Bündelung solcher Programme ist für sie überlebenswichtig. Man kann natürlich glauben, dass die Programme in der besten Absicht und mit seriösen Werbepartnern eingeführt wurden. Da die über die Benutzer gesammelten Daten weitergegeben werden, erscheinen diese Popups allerdings immer fragwürdiger.

Doch was können Sie dagegen machen?

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